Neue Freundinnen finden als Erwachsene: Warum es so schwer ist (und was wirklich hilft)
- Lisa Wegmann

- vor 1 Tag
- 3 Min. Lesezeit
Frag zehn Frauen über dreißig, ob sie sich neue, echte Freundinnen wünschen, und neun sagen ja. Frag dieselben zehn, wann sie das letzte Mal jemanden kennengelernt haben, mit dem daraus wirklich etwas geworden ist, und es wird still. Das Verrückte ist: Alle wollen dasselbe, und trotzdem findet es kaum statt. Die alten Spielregeln gelten nicht mehr und noch hat niemand herausgefunden, wie die neuen funktionieren.

Warum Freundschaft früher von allein passierte
In der Schule, im Studium, im ersten Job entstanden Freundschaften nebenbei. Du musstest dich nicht bemühen. Du warst einfach immer wieder am selben Ort, mit denselben Leuten, fertig.
Aus hundert beiläufigen Begegnungen wurden zwei, drei Menschen, die geblieben sind. Dieser Mechanismus fällt als Erwachsene weg. Die Wege werden kürzer und die Kalender voller. Du gehst zur Arbeit, nach Hause, vielleicht zum Sport. Du triffst viele Menschen, aber selten zweimal denselben in einem Rahmen, der über das Funktionale hinausgeht.
Die Gelegenheit, sich langsam und ohne Absicht kennenzulernen, gibt es im Alltag schlicht nicht mehr. Also liegen die Hoffnungen auf den Kolleg*innen und da kann man Glück oder Pech haben. Besonders schwierig wird es, wenn man neu in eine Stadt kommt und einfach keine Lust auf Volleyball oder Kegeln hat.
Neue Freundinnen finden: Warum die üblichen Wege selten funktionieren
Die meisten Ratschläge laufen darauf hinaus: Geh mehr raus, sag öfter ja, sei offener. Gut gemeint, aber es löst das eigentliche Problem nicht. Denn die typischen Orte, an denen man als Erwachsene neue Leute treffen soll, sind für echtes Kennenlernen denkbar schlecht gebaut.
Netzwerk-Events muss man wirklich mögen oder sehr outgoing sein. Gespräche bleiben an der Oberfläche, weil alle gleichzeitig auf dem Sprung zum Nachbartisch sind. Apps fürs Freundefinden fühlen sich schnell an wie Dating. Das Zweiergespräch mit einer Fremden bringt eine Erwartung mit, der kaum ein erstes Treffen standhält.
Große Veranstaltungen und offene Meetups haben das umgekehrte Problem. In der Menge verschwindet man. Man steht am Rand, trinkt einen Spritz und geht nach Hause, ohne ein einziges Gespräch geführt zu haben, das hängen bleibt.
Das ist anstrengend.
Was Verbindung wirklich entstehen lässt
Wenn man sich anschaut, wie Freundschaften tatsächlich entstehen, kommen fast immer dieselben drei Zutaten zusammen.
Ein kleiner Kreis. Zu zweit ist es Druck, in der Masse verschwindet man. Sechs bis acht Menschen sind die Größe, in der jede zu Wort kommt und zwar dann, wenn man sich wohlfühlt und nicht, weil man ein Gespräch am Laufen halten muss.
Ein gemeinsames Thema. Es ist viel leichter, sich zu öffnen, wenn man nicht über sich selbst reden muss, sondern über etwas. Ein Thema nimmt den Druck weg, interessant sein zu müssen. Es gibt einen Grund, da zu sein, und aus dem Reden über die Sache wird ganz nebenbei ein Reden miteinander.
Ein geschützter Rahmen. Das ist die wichtigste und am meisten unterschätzte Zutat. In einem geschützten Raum trauen sich Menschen, die Fragen zu stellen, die sie sonst niemandem stellen würden. Genau in diesem Moment kann eine Verbindung entstehen, ohne Small Talk.

Kommen diese drei Dinge zusammen, ist das eine wunderbare Basis für eine Freundschaft. Fehlt eines, bleibt es bei Bekanntschaft.
Wie sich das anfühlt, wenn es funktioniert
Stell dir einen Abend in einem Wohnzimmer vor. Sechs bis acht Frauen, ein Glas Wein, ein Thema, das alle beschäftigt. Wie lege ich endlich mein Geld an. Warum halte ich mich für weniger kompetent, als ich bin. Wie verhandle ich mein Gehalt, ohne mich klein zu machen. Eine Expertin, die durch den Abend führt, sodass niemand den Smalltalk anschieben muss.
Das Thema ist der Türöffner. Aber das Eigentliche passiert in den Gesprächen drumherum. Plötzlich erzählt eine, dass sie sich vor Geldthemen immer gedrückt hat. Eine andere nickt, weil es ihr genauso geht. Und auf einmal redet ihr nicht mehr über ETFs, sondern über das, was wirklich dahinterliegt.
Das ist der Moment, den man auf keinem Netzwerk-Event und in keinem App-Chat bekommt. Und es ist der Grund, warum aus diesen Abenden so oft echte Verbindungen entstehen.
Aber ich habe niemanden, mit dem ich hingehen kann
Das ist der Satz, der die meisten lange aufgehalten hat. Man hört von so einem Abend, findet die Idee schön und denkt sofort: Mit wem soll ich da hin. Genau diese Hürde, sich erst eine eigene Gruppe organisieren zu müssen, hat viele Frauen abgehalten, die eigentlich genau das Richtige gesucht haben.
Deshalb gibt es jetzt das Matching. Du brauchst keine fertige Gruppe und musst niemanden überreden mitzukommen. Du suchst dir ein Thema aus, das dich interessiert, und wir verbinden dich mit anderen Frauen aus München, die zum selben Thema kommen wollen. Aus Fremden, die alle dasselbe gesucht haben, wird ein Abend. Und manchmal mehr als das.
Genau dafür ist Bloomita gemacht: neue Freundinnen finden. Nicht für noch mehr oberflächliche Kontakte, sondern für die kleine, geschützte Runde, in der echte Gespräche entstehen.
Wenn du in München bist und das Gefühl kennst, dass dir genau so ein Kreis fehlt, schau dir die Themen an und finde deinen Abend.

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